Positionen von Grünauer, Pliem und Zinner im Kunstverein Steyr
Als „Fließgleichgewicht“ wird ein Gleichgewichtszustand in einem offenen System (z. B. Organismus, Ökosystem) bezeichnet, der dadurch gekennzeichnet ist, dass dauernd Substanzen einströmen und Reaktionsprodukte herausgeschleust werden – wobei das System die Tendenz hat, sich so zu erhalten, dass es nach jeder Störung zum Status quo zurückfindet.
Überschreiten Fluktuationen von außen oder positive Rückkopplungen von innen eine kritische Größe, wechseln diese Strukturen über einen Schwellenwert in ein neues Fließgleichgewicht über: ein qualitativer Wechsel der Systemdynamik findet statt. So entsteht aus Fluktuationen eine neue Ordnung.
Übertragen auf das „offene System“ bild-künstlerischer Artikulation und Produktion wäre „Fließgleichgewicht“ dann gegeben, wenn Inputs (Bild-/Gestaltungsideen von außen und innen) zu Outputs (künstlerischen Äußerungen) führen, die sowohl das Potenzial der Harmonisierung unterschiedlicher (bis „gegensätzlicher“) Faktoren als auch der Expansion/„Kommunikation“ ihrer selbst nach außen haben.
Hier soll anhand von drei ausgewählten künstlerischen Positionen versuchsweise dargelegt werden, dass der „Fluss der Korrelationen“ mit und zwischen äußeren und inneren bild-konstituierenden Faktoren grundlegend ist für die Herstellung eines gemeinhin als Qualität umschriebenen „Fließgleichgewichtes“ im Metasystem Individuum-Gesellschaft-Kunst-Natur. (Lucas Gehrmann)
saviomedia.at| Datum | Dauer | Ort | Bemerkung | Aktionen |